Karibik, La Romana

La Romana, Dominikanische Republik
Hotel Turquesa

 

Wir verbringen den Jahreswechsel im Zentrum La Romana im Hostal Simona. Von Silvester ist für uns völlig überraschend nichts zu merken, die Restaurants sind abends geschlossen.

Im Hotel treffen wir beim gewöhnungsbedürftigen Frühstück,

das auf einem Tablett für uns beide gereicht wird, ein junges Schweizer Paar, das sich perfekt mit anderen Gästen unterhält und hier ihren Urlaub mit einem Mietwagen verbringt. Wir fallen als Deutsche auf und kommen ins quatschen. Unseren Plan wieder zur Isla Catalina übersetzen bekommt gleich einen Dämpfer. Von wegen einfach mit einem Schiff dahin.. Dafür muß man extra vorab eine Tour buchen und der Anleger ist nicht gerade um die Ecke. Das La Romana keinen Strand hat wissen wir. Auch das der öffentliche Strand von Bayahiebe über 20 km entfernt ist. Er ist zwar von hier mit einem Collectivo und Haltepunkt direkt am Strand erreichbar aber für uns nicht Hotel nah. Sie wollen sowieso zum Strand und laden uns ein mitzufahren. Die netten Schweizer nehmen uns in den nächsten Tagen wieder nach Bayahiebe mit. Sie lassen es sich nicht nehmen uns auch auf die andere Inselseite an die Playa Bavaro bringen. Nochmals vielen Dank.

Playa Bavaro
Die Hotelanlage Turquesa

enttäuscht. Immerhin benötigen wir 4 Anläufe für ein passendes Zimmer. Die kritische Ansage 2er älterer Schwäbinnen, die wir an ihrem letzten Urlaubstag treffen, bewahrheitet sich. Abgesehen von dem unerwarteten wechselhaften Wetter trifft ihr Hinweis auf die Küche und das Drum herum leider auch bei uns zu. So oft haben wir noch nie am zwischendurch teilweise geräumten Buffet mit geleerten Schüsseln gestanden.

 

 

DerService wechselt zwischen perfekt und nicht vorhanden. Bei den Snaks am Strand

ändern sich noch nicht einmal die Schilder. Im BBCRestaurant benötigen wir know how für frisch gegrillte Steaks.
Ein Höhepunkt bietet die abendliche gute Lifemusik in der Lobby zwischen 20 und 22 Uhr für die sich auf der Tanzfläche tummelnden Kleinstkinder die Animateuren zwischendurch anleiten. Von einem Kinderhotel haben wir nichts gewußt.
Das karibische Januarwetter zeigt sich nicht von seiner besten Seite. Immer wieder kühler Wind und kurze Regenschauer die auch abends überraschen.

Dank an Manager Yoel. Er nimmt sich nach unserem anfänglichen Meckern unserer an. Er bügelt aus wenn der Zimmerservice schwächelt. Dank ihm können wir am Abreisetag unser Zmmer bis 18.00 Uhr nutzen.
Jetzt müssen wir uns erstmal an das nassgraue kalte Wetter in Münster gewöhnen.

Karibik – mit der AIDAluna um die Insel Hispaniola.

Weihnachten auf der AIDAluna

 

Unsere New Yorker gabeln uns auf dem Weg von Santo Dominco zum Kreuzfahrtterminal in La Romana mittags am Hotel auf.

Nach kurzem Hallo verschwindet unser Gepäck zwischen Kinderwagen und wir neben Kindersitzen.
Am Kreuzfahrtterminal heißt es erst einmal aus der Dom. Rep. auszureisen, was für uns überraschend 20,-$ pP Ausreisegebühr kostet. Ein kleiner Riß im 20,-$ Schein sorgt für eine gewisse Aufregung. Die Forderung nach Alternativen bringt uns genauso wenig aus der Ruhe, wie hektische Telefonate und ein sich langsam bildende unruhige Schlange.

Schon beim obligatorischen Foto vor dem Schiffseinchecken ist die Familie vollständig, die Münchner sind eingeflogen. Ab jetzt ist für uns ein runder Außentisch auf Deck 10 zum gemeinsamen Frühstücken und Abendessen quasi reserviert.

Die Kinderstühle für unsere Enkelinnen stehen immer parat und die beiden Kleinen bewegen sich wie alte Hasen durch die hervorragenden, abwechslungsreichen Buffets der verschiedenen Restaurants. Für uns heißt es wieder aufpassen, daß wir nicht platzen.

Vor dem abendlichen Auslaufen übernimmt das Schiff in La Romana aus unzähligen Hamburg Süd Containern tonnenweise Nachschub und uns erwartet noch die obligatorische Rettungsübung, die ein erstes Kennenlernen des Schiffes mit sich bringt und so locker abläuft, daß uns vor dem Ernstfall graut.
Es wechseln See- und Landtage ab. Jamaika lockt in Ocho Rios mit dem besonderen jamaikanischen Lebensgefühl, das sich uns aber bei unserem Rundgang durch den Ort in den den typischen Läden für Touris nicht erschließt.

dav

 

 

Die größte Insel Mexikos Cozumel, 19

km vor Playa del Carmen, führt uns auf bekannte Spuren. Die einzige Stadt San Michuel Cozumel ist ganz auf die Touristeninvasion- mit uns kommen 7 Kreuzfahrtschiffe- eingestellt. Wir wollen den unsrigen die Mayastatte Tulum

zeigen, die wir schon kennen. Vor dem Touristenansturm starten wir noch in der Dunkelheit durch die schlafenden Ladenstraßen und den dunkeln Zoll und erwischen gerade noch die abfahrtbereite Fähre, die uns schaukelnd, was dem einen oder anderen Passagier nicht gut bekommt, zum Festland übersetzt.

 

Das Collectivo von Playa nach Tulum

vermittelt den unserigen ein gewisses Mexikofeeling. An der Haltestelle reihen sich die wartenden Kleinbusse. Es geht los wenn der Bus voll ist. Am Straßenrand winken potentielle Fahrgäste und wer aussteigen will ruft. Der Fahrpreis wird zwischendurch zum Fahrer gereicht. Den Begriff voll besetzt gibt es nicht. Es paßt immer noch jemand rein.
Tulum, Mayaruinen direkt am Meer laden natürlich auch zum Strandverweilen ein

. Es ist immer wieder beeindruckend, wie vielfältig sich heute noch die gepflegten unterschiedlichen Mayastätten zeigen und welch Publikumsmagnet sie gerade für die Kreuzfahrtschiffpassagiere sind. Obwohl wir früh kommen sind wir nie allein.

Zurück in Playa del Carmen wollen wir unbedingt auch einmal „unseren Supermarkt“ „Chedraui“, der nahe unserer Buslinie liegt, zeigen. Als ich dem Fahrer „Chedraui“ zurufe werden wir direkt vor dem Supermarkt abgesetzt, obwohl er nicht unmittelbar an seiner Route liegt. Natürlich genießen wir den Gang durch das vielfältige große Warenangebot. Insbesondere die frischen Backwaren zur Selbstbedienung aus der blickoffenen Bäckerei und die Berge von Obst und Gemüse sind Blickfang, die 3 l Grapefruitlimo fließen so durch unsere trockenen Kehlen.
Die Wasserstraße nach Belize City führt durch große Korallenriffe von denen wir aber wenig mitbekommen. Dafür erleben wir den Schiffsalltag. Vollbelegte Reihen von Sonnenanbetern dicht an dicht, Theater und Showangebote, langweilig kann es nicht werden.
Belize City kennen wir noch. Abgesehen von dem neuen großen Kreuzfahrtterminal, das die urigen quirligen Marktstände abgelöst hat, kommt uns bei unserem Spaziergang durch das Zentrum wo der Zahn der Zeit unübersehbar nagt noch vieles bekannt vor. Auch die Dominospieler unter schattenspendenden Planen sind mit ihrem übersichtlichen Souvenirangebot voll auf Kreuzfahrer eingestellt.
Die größte der 3 Caimaninseln, Grand Caiman, lockt in Georgetown mit einem außerhalb liegenden herrlichen feinsandigen Strand. Am karibikblauen Meer finden unsere Münchner mit ihren mitgebrachten aufblasbaren Surfbrettern ideale Bedingungen zum SUP en(standup Paddeling)

Auch das Interesse von Mitreisenden, die ihren letzten Tag vor dem Ausschiffen mit uns verbringen, ist groß. Sie sind scharf auch einmal hier in der Karibik im warmen Meer zu SUPen.
An heiligen Abend wechselt in Montego Bay, Jamaika, die Hälfte der Passagiere. Davon kommen wir wenig mit. Das Kreuzfahrtterminal an einer langgezogenen Landzunge liegt irgendwo fast am Ende und beim Spaziergang sehen wir schnell die „Attraktion“ ein Hardrock Kaffee an einem offenen Zuweg, das sich sicher über gute Shirt -Umsätze freut. Unsere SUPer nutzen die Gelegenheit zu einer Rundfahrt die wir gut von der Schiffsreling beobachten.

Wir suchen mittags auf dem weihnachtlich geschmückten Schiff eine ruhige

Tannenbaumecke zum Bescheren, was uns auch später im feierlichen Rahmen ungestört gelingt. Es ist immer ein Erlebnis, wenn sich Kinder mit strahlenden Augen durch den Geschenkeberg wühlen und andächtig der Weihnachtsgeschichte lauschen.
Höhepunkt des heiligen Abends ist das anschließende festliche Weihnachtsessen an eingedeckten Tischen. Es gibt im weihnachtlich geschmückten Restaurant alles was das Herz begehrt, am 1. Weihnachtsfeiertag sogar Gänsebraten mit Rotkraut und Klößen. Eben klassische deutsche Küche, was unseren New Yorkern besonders gefällt. Natürlich auch deutsches Brot und Wurst. Von Karibischem registrieren wir nichts. Allein asiatische Gerichte erinnern an die vorherige Schiffsroute.
In Puerto Plata erwartet uns ein eigenes Kreuzfahrtcenter in Amber Cove, 10 km von der Stadt entfernt. Auch hier ist SUP angesagt, was wir gut von der Reeling beobachten können, fehlt es doch an einem einladendem Strand.

Ganz anders in Cockburn Town auf Grand Turk, wo am Anleger neben den typischen Einkaufstempeln Strand und Schwimmbad einladen. Unsere Karibikrunde, auf der unsere Münchner beim Fahrradtreten im Gymnastikraum am Schiffsbug sogar einen Wal sichten, nähert sich mit der Halbinsel Samana im äußersten Nordosten wieder der Dom. Rep. Das angesagte Karibische Bilderbuchidyll leidet ein wenig unter tropischem Regengüssen
.
Auf der 9 qkm großen Isla Catalina vor den Toren von La Romana wartet noch einmal karibisches Strandleben und ein leckeres SchiffsBBC auf uns. Die als unbewohnt beschriebene Insel ist auf den Ansturm vom vor ihr liegenden Kreuzfahrtschiff, von dem mit Schiffstendern verkehrt wird, bestens eingerichtet. Feiner weißer Sand, Palmen und türkisblaues Wasser bieten vollkommenes karibisches Strandvergnügen mit langen Reihen von Liegen und Sonnenschirmen die aufmerksame flinke Helfer bei Bedarf in den Sand rammen. Für unsere SUP er neben uns und den Kindern noch einmal eine gute Gelegenheit die Bretter aufzublasen, zu schnorcheln und die Möglichkeit für Eigenerfahrung einzuräumen.
In La Romana heißt es frühmorgens wieder gebührenpflichtig in die Dom. Rep einzureisen was beim Transit vom Schiff am selben Tag zum Flughafen entfällt. Unsere Wege trennen sich nach dem opulenten Frühstück. Die erlebnisreichen, schönen, gemeinsamen Bordtage auf der Kreuzfahrt mit der AIDAluna bleiben in unserer besten Erinnerung.

Karibik von Münster nach Punta Cana

Badeurlaub nahe La Romana, Domkanische Republik

 

Bei unserer Reise von Münster in die Karibik läuft alles wie am Schnürchen. Das Taxi holt uns überpünktlich ab und unterbietet sogar das Preisangebot. In Frankfurt hören wir nach der Landung schon den Aufruf unserer Namen, obwohl das Bording am weit entfernten neuen Gate noch auf sich warten läßt. In der vollbesetzten Condor Boeing lesen wir die mitgenommen Zeitungen, dösen vor uns hin und lassen uns das Essen schmecken. Über Paris können wir sogar einen Blick auf den Eifelturm werfen.

Für den Einreisestempel in Punta Cana reicht die offene Passseite mit einer Lücke für den Einreisestempel in die Dominikanische Republik, nachdem vorher die obligatorischen 10,-$ pP für 30 Tage flossen.

Die Taxifahrer sehen in uns schon leichte Beute, als wir nach dem desinteressierten Zoll in nächtlicher Stunde nach unserem Weitertransport suchen. Aber dann geht alles schnell und wir rauschen auf der nächtlichen Autobahn über Bayahibe unseren bekannten Hotelkomplex an der Mündung des Rio Socco nahe La Romana entgegen.

Als wir an der halbdunklen Lobby unseres gebuchten Hotels hören wir seien falsch und müßten zu einer anderen Lobby, der Bellboy wüßte Bescheid, sind wir merklich irritiert. In der nächsten Lobby läuft es dann kommentarlos routiniert. Wir fragen natürlich nach und staunen, das andere Hotel sei ausgebucht.

Mit unseren Koffern geht es auf dem Elektrokarren erst in eine große Runde durch den weitläuftgen Hotelkomplex dann schließt sich ein langer Gebäudegang an und wir fragen uns, wo wir mitten in der Nacht gelandet sind.

 

Die Morgensonne hellt alles zu unserer

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Freude auf. Unser zentrales schönes Zimmer mit Blick auf einen Swimmingpool in dessen Mitte ein Tempel Ruhe ausstrahlt liegt bestens. Alles ist nah.

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Wir können sogar die Frühstücksterrasse erahnen und am Strand erwarten uns genügend Liegen unter Palmen und Palapas. Im warmen Whirlpool lassen wir uns nach den täglichen Schwimmrunden im Meer verwöhnen und erleben beeindruckend Wolkenbilder wenn sich im Hinterland mittags die Wolkentürme in dem blauen Himmel aufbauen und schöne Sonnenuntergänge

den Strandtag abschließen. Bei den reichhaltigen sehr leckeren

 

 

abwechungsreichen Buffets müssen wir auf unsere Kilos aufpassen.

Die abendliche Lifemusik läßt uns das Tanzbein schwingen. Für das sonstige Unterhaltungsprogramm bekommen wir dabei durch Kurzauftritte einen einladenden Vorgeschmack.

Die Tage verfliegen wie im Flug und schon ruft das weihnachtliche Familientreffen auf der AIDAluna.

New Brunswick, Nova Scotia entlang dem Fundy Bay

Willkommen in Canada.

An der Grenze über den Fluß von Calais/Maine nach St. Stephen/New Brunswick begrüßt uns so eine nette Grenzerin. Nach ihren Routinefragen aus ihrem Häuschen weist sie uns mit einem gelben Zettel zum gegenüberliegenden Gebäude, wo wir ohne weiteres 6 Monate Aufenthaltsgenehmigung erhalten und das US-Dokument abgeben. Das Ganze ist eine Minutensache. An unserem Womo besteht kein Interesse. Wir überschreiten die Zeitzonengrenze zwischen Eastern- und Atlantik Time und stellen die Uhr 1 Stunde (von 6 auf 5 Stunden zu Deutschland) vor.

Wir fahren den „Fundy Costal Drive“ der uns mit seiner guten Beschulderung -weißer Leuchtturm auf blauem Grund- entlang dem Fundy Bay leitet. In St. Andrew erinnert ein von Geschützen umrandeter Festungsturm, der wie ein Abbild eines Limeswachturm wirkt, an die Historie, war doch das Gebiet Zankapfel zwischen der noch nicht lange unabhängigen USA und der Kolonialmacht England. Einige der weißen Schindelhäuser stammen noch aus Maine. Aus den amerikanischen Kolonien geflüchteten Kolonialisten hatten ihre Häuser einfach per Schiff mitgenommen. Dazwischen äsen Hirsche.

Die unvorstellbaren Wassermassen, die 2 x täglich durch das weitläufige Fundy Bay strömen, bestimmen das herrliche Küstenpanorama. Allein auf kleinen Plagegeister wie Mücken und Bremsen heißt es aufzupassen.

Ein Naturphänomen erleben wir in St. John, der größten Stadt von New Brunswick an der Mündung des Saint John River in die Bay. Bei den „Reversing Fall Rapids“ ändert der Fluß 2 mal täglich seine Fließrichtung von flußabwärts in flußaufwärts. Der Tidenhub von über 8 m ändert die Verhältnisse an den Stromschnellen vor der Flußmündung. Wenn das Wasser in der Bay ansteigt, erreicht es bei der Gezeitengleichheit die Höhe des Flußwasserstandes. Die Strömung ist ausgeglichen und Boote können den Fluß für ca. 20Min. ungehindert in beide Richtungen befahren. Schreitet die Flut fort, ändert sich das Bild weiter. Das Meerwasser ist stärker als der Fluß, so daß der Fluß scheinbar seine Fließrichtung ändert.

Menschenscharen ziehen am „New Brunswick Day“ zu den Höhlen von St. Martin. Es ist ein für uns überraschender Feiertag an dem das öffentliche Leben einschließlich der Geschäftswelt ruht. Sie bevölkern bei Ebbe den breiten Strand auf ihrem Weg zu den Höhlen. Vereinzelt stürzen sie sich sogar in die Fluten. Mit der Flut werden die Parkplätze wieder frei und wir können überraschend am Ufer stehen.

Das Wetter bleibt wechselhaft, teilweise begleitet uns Dauerregen nach herrlichen Sonnentagen. So auch in Sussex einer früheren großen Garnisonsstadt, wo der Eingang der Information im früheren Bahnhof, der gleichzeitig ein Militärmuseum ist, von einem Schützenpanzer bewacht wird.

Unser eigenwilliges GPS wählt letztlich eine breite Schotterstraße zum und durch den „Fundy Nationalpark“ ein breit erschlossenes Wandergebiet, einschließlich Golfplatz. Die vielen Mücken und der Wetterbericht vertreiben uns schnell.

Die Kanadier verstehen Marketing. Am „Hopewell Cape“ warten große Parkplätze mit Einweisern auf die Besucher der „ Flowerpot Rocks“, von den Fluten aus den Felsen gewaschen Säulen. Bei Ebbe gilt es einen kostenpflichtigen Spaziergang um die Felsen, die wie kleine mit Kiefern bewachsene Inseln aussehen, zu machen. Das geht woanders genauso spektakulär kostenfrei.

Über Moncon, die Land-und Eisenbahnverbindung nach Nova Scotia kommen wir auf dem „Acadien Costal Drive“ an den Atlantic. Die französiche Trikolore mit Stern am oberen hinteren Rand, der für Maria -Schutzpatronin der Acadier- steht, zeigt an, daß wir in eine französichsprachige Region kommen.

Beim „Cape Pele“ erwartet uns eine Sonntagsmorgenüberraschung. Unser Hinterreifen ist platt. Für uns ist Reifenwechsel eigentlich Routine. Aber eine Schraube der Ersatzradhalterung trotz Rostlöser und unseren Anstrengungen. Wir finden einen hilfsbereiter Tankwart in einer nahen Tankstelle der spontan trotz teilweise Hochbetrieb an seinen Tanksäulen hilft. Dabei bricht die Halterung ab, die nach dem Reifenwechsel -für den neuen Chinesen aus Florida in Charleston montiert- durch Draht ersetzt wird. Er will keine Bezahlung und erinnert an vielfache Hilfen bei seinem Deutschlandaufenthalt.

Die Brücke nach „Prince Edward Island“ lädt uns wetterbedingt nicht zum Queren des Atlantiks ein.

Von Armherst, Nova Scotia, geht es wieder an das Bay von Fundy. Diesmal auf der Lighthouse Route.

Über die „Joggins Fossilcliff“ (Unesco) mit seinen erdgeschichtlichen Faltungen erwarten uns die Saurier in „Parrsboro- Geologiemuseum-“ und das „Patrigde Island“ vor dem das „Ottawahouse“ zugleich als Gasthof und Museum an alte Zeiten erinnert. Erbaut von einem Eisenbahnmogul, dann Sommersitz des kanadischen Gouverneurs blühten hier im 19. Jahrhundert Handelsgeschäfte an die nur noch Bildtafeln erinnern. Wir genießen den Strand und die hohe Tide.

Das Naturschauspiel „Tidal Bore“ in Truro, Nova Scotia, hätten wir beinahe wieder verpaßt, obwohl wir vor Ort nächtigen. Die Innenstadtinformation zeigt sich wie vor einem Jahr informationslos und gibt uns keinen entsprechenden Hinweis auch auf die Parkmöglichkeiten.

Vor unseren Füssen löst die mächtige Tide 2x täglich eine Flutwelle aus wenn das Baywasser auf den Salomonriver trifft. Pünktlich nach dem Tideplan hören wir es schon in der Ferne rauschen wenn die Flutwelle sogar nachts beleuchtet, anstürmt.

Endlich mal wieder schönes Wetter am „Motton Cove Beach“, wo wir unmittelbar am Ufer stehen und die hohe Tide vor unseren Füßen genießen. Bei Ebbe können wir wunderschön am breiten steinigen Strand und den geschichteten Klippen spazieren.

In Grande Pre rasten jetzt die Strandpiper auf ihrem Flug von den Brutplätzen in Alaska zum kolumbischen Winterquartier. Mit der Flut kommen die kleinen quirrligen unscheinbaren Vögel in Schwärmen um sich als Nichtschwimmer für ihren 3 tägigen Nonstoppflug über den Atlantik fit zu fressen. Eine nette Naturschützerin klärt uns auf und sorgt mit Schildern für eine möglichst ungestörte Nahrungsaufnahme der vielen Schwärme, die nur ein bestimmtes kurzes Zeitfenster nutzen.

Zurück in Halifax besichtigen wir die Zitadelle, deren Bau der damaligen Zeit nachhingte. Bei ihrer Vollendung gab es keine Indianerangriffe mehr dafür aber eine bessere Geschütztechnik, so daß sie nie kriegerisches erlebte. Historisch uniformierte bewachen die Anlage. Es wird sogar ein historisches Gewehr im Stundentakt mit lautem Knall und Pulverdampf vorgeführt. Auch hier steht der 1. Weltkrieg im Mittelpunkt. Zwischen den Zitadellengräben lädt ein nachgebauter Schützengraben zu einer Zeitreise ein.

Den steilen Berg abwärts ist die Uferpromenade ein Publikumsmagnet. Ein schwankender langer Steg umgeht eine Pierbaustelle, Überall locken lauschige Plätze und Kneipen. Ein einlaufendes großes „Hapag lloyd“ Containerschiff und ein für Ausflügler umgebauter Lastensegler zeigen die Dimensionen zu früher.

Wo die 90 000 Einwohner von Dartmouth wohnen? Sicher nicht im alten Zentrum gegenüber von Halifax, das sich genauso steil am Hang ohne das quirllige Leben von gegenüber überschaubar erstreckt. Mehrspurige Sraßen erschließen das bewaldete und von See durchzogene Hinterland, wo im Nichts eine riesige Mall und demnächst auch Ikea auf Kunden warten. Auch unsere Spedition finden wir in einem Abzweig mit Industriefirmen.

Wir sind überrascht, daß die von Seabridge vorgegebenen Zeitachsen keine Rolle spielen. Von wegen „ausnahmsweise“, nicht am Montag sondern am Dienstag bis 11 Uhr Womoabgabe im Hafen. Bei der weit außerhalb liegendenSpedition geht es im wesentlichen um das Bezahlen der ausgefertigten Ladepapiere mit Hafen bis 12.30 Uhr. Muss dafür dieser lange Weg sein, wo auch noch eine der 2 Brücken wegen Bauarbeiten gesperrt ist?

Wir genießen noch einmal Seeluft bevor wir die unkomplizierte Hafenabfertigung für unser Womo hinter uns bringen. Wichtig war die Unterschrift auf dem Anlieferprotokoll nach Abgleich der WDB Nr. und dem „Gasflaschen leer“.

Anstelle eines Taxis geht es auch gut vom Hafen mit dem Bus ins Zentrum von Halifax, befindet sich doch die nicht so weit entfernte Bushaltestelle oberhalb der mehrspurigen Durchgangsstraße. Allein ein Fußgängerüberweg fehlt.

Bevor wir vor Mitternacht von Halifax unseren Rückflug über München nach Münster antreten können wir noch einmal am Harborwalk gemütlich in der warmen Sonne auf einem der vielen Sitzplatzangebote bei unserem Spaziergang verweilen,

Unser Womo schwimmt inzwischen auf der „Atlantic Sail“, die von einer chinesischen Staatsreederei 2016 ausgeliefert wurde, und kommt planmäßig in Hamburg an, wo wir es wohlbehalten abholen, Allein der Zoll nervt wegen der Womo Zulassung vom Vortag und wittert zollpflichtige „Rückware“ ohne sich, abgesehen vom WDBabgleich, für uns zu interessieren.

Hinter uns liegt eine tolle unbeschwerte Zeit mit vielen schönen, auch familiären Erlebnissen.

New Brunswick, Nova Scotia entlang dem Fundy Bay

Willkommen in Canada.

An der Grenze über den Fluß von Calais/Maine nach St. Stephen/New Brunswick begrüßt uns so eine nette Grenzerin. Nach ihren Routinefragen aus ihrem Häuschen weist sie uns mit einem gelben Zettel zum gegenüberliegenden Gebäude, wo wir ohne weiteres 6 Monate Aufenthaltsgenehmigung erhalten und das US-Dokument abgeben. Das Ganze ist eine Minutensache. An unserem Womo besteht kein Interesse. Wir überschreiten die Zeitzonengrenze zwischen Eastern- und Atlantik Time und stellen die Uhr 1 Stunde (von 6 auf 5 Stunden zu Deutschland) vor.

Wir fahren den „Fundy Costal Drive“ der uns mit seiner guten Beschulderung -weißer Leuchtturm auf blauem Grund- entlang dem Fundy Bay leitet. In St. Andrew erinnert ein von Geschützen umrandeter Festungsturm, der wie ein Abbild eines Limeswachturm wirkt, an die Historie, war doch das Gebiet Zankapfel zwischen der noch nicht lange unabhängigen USA und der Kolonialmacht England. Einige der weißen Schindelhäuser stammen noch aus Maine Aus den amerikanischen Kolonien geflüchteten Kolonialisten hatten ihre Häuser einfach per Schiff mitgenommen. Dazwischen äsen Hirsche mitten im Ort.

Die unvorstellbaren Wassermassen, die 2 x täglich durch das weitläufige Fundy Bay strömen, bestimmen das herrliche Küstenpanorama. Allein auf kleinen Plagegeister wie Mücken und Bremsen heißt es aufzupassen.

 

 

Ein Naturphänomen erleben wir in St. John, der größten Stadt von New Brunswick an der Mündung des Saint John River in die Bay. Bei den „Reversing Fall Rapids“ ändert der Fluß 2 mal täglich seine Fließrichtung von flußabwärts in flußaufwärts. Der Tidenhub von über 8 m ändert die Verhältnisse an den Stromschnellen vor der Flußmündung. Wenn das Wasser in der Bay ansteigt, erreicht es bei der Gezeitengleichheit die Höhe des Flußwasserstandes. Die Strömung ist ausgeglichen und Boote können den Fluß für ca. 20Min. ungehindert in beide Richtungen befahren. Schreitet die Flut fort, ändert sich das Bild weiter. Das Meerwasser ist stärker als der Fluß, so daß der Fluß scheinbar seine Fließrichtung ändert.

Menschenscharen ziehen am „New Brunswick Day“ zu den Höhlen von St. Martin. Es ist ein für uns überraschender Feiertag an dem das öffentliche Leben einschließlich der Geschäftswelt ruht,. Sie bevölkern bei Ebbe den breiten Strand auf ihrem Weg zu den Höhlen. Vereinzelt stürzen sie sich sogar in die Fluten. Mit der Flut werden die Parkplätze wieder frei und wir können überraschend am Ufer stehen.

Das Wetter bleibt wechselhaft, teilweise begleitet uns Dauerregen nach herrlichen Sonnentagen. So auch in Sussex einer früheren großen Garnisonsstadt, wo der Eingang der Information im früheren Bahnhof, der gleichzeitig ein Militärmuseum ist, von einem Schützenpanzer bewacht wird.

Unser eigenwilliges GPS wählt letztlich eine breite Schotterstraße zum und durch den „Fundy Nationalpark“ ein breit erschlossenes Wandergebiet, einschließlich Golfplatz. Die vielen Mücken und der Wetterbericht vertreiben uns schnell.

Die Kanadier verstehen Marketing. Am „Hopewell Cape“ warten große Parkplätze mit Einweisern auf die Besucher der „ Flowerpot Rocks“, von den Fluten aus den Felsen gewaschen Säulen. Bei Ebbe gilt es einen kostenpflichtigen Spaziergang um die Felsen, die wie kleine mit Kiefern bewachsene Inseln aussehen, zu machen. Das geht woanders genauso spektakulär kostenfrei.

Über Moncon, die Land-und Eisenbahnverbindung nach Nova Scotia kommen wir auf dem „Acadien Costal Drive“ an den Atlantic. Die französiche Trikolore mit Stern am oberen hinteren Rand, der für Maria -Schutzpatronin der Acadier- steht, zeigt an, daß wir in eine französichsprachige Region kommen.

Beim „Cape Pele“ erwartet uns eine Sonntagsmorgenüberraschung. Unser Hinterreifen ist platt. Für uns ist Reifenwechsel eigentlich Routine. Aber eine Schraube der Ersatzradhalterung trotz Rostlöser und unseren Anstrengungen. Wir finden einen hilfsbereiter Tankwart in einer nahen Tankstelle der spontan trotz teilweise Hochbetrieb an seinen Tanksäulen hilft. Dabei bricht die Halterung ab, die nach dem Reifenwechsel -für den neuen Chinesen aus Florida in Charleston montiert- durch Draht ersetzt wird. Er will keine Bezahlung und erinnert an vielfache Hilfen bei seinem Deutschlandaufenthalt.

Die Brücke nach „Prince Edward Island“ lädt uns wetterbedingt nicht zum Queren des Atlantiks ein.

Von Armherst, Nova Scotia, geht es wieder an das Bay von Fundy. Diesmal auf der Lighthouse Route.

Über die „Joggins Fossilcliff“ (Unesco) mit seinen erdgeschichtlichen Faltungen erwarten uns die Saurier in „Parrsboro- Geologiemuseum-“ und das „Patrigde Island“ vor dem das „Ottawahouse“ zugleich als Gasthof und Museum an alte Zeiten erinnert. Erbaut von einem Eisenbahnmogul, dann Sommersitz des kanadischen Gouverneurs blühten hier im 19. Jahrhundert Handelsgeschäfte an die nur noch Bildtafeln erinnern. Wir genießen den Strand und die hohe Tide.

 

 

Das Naturschauspiel „Tidal Bore“ in Truro, Nova Scotia, hätten wir beinahe wieder verpaßt, obwohl wir vor Ort nächtigen. Die Innenstadtinformation zeigt sich wie vor einem Jahr informationslos und gibt uns keinen entsprechenden Hinweis auch auf die Parkmöglichkeiten.

Vor unseren Füssen löst die mächtige Tide 2x täglich eine Flutwelle aus wenn das Baywasser auf den Salomonriver trifft. Pünktlich nach dem Tideplan hören wir es schon in der Ferne rauschen wenn die Flutwelle sogar nachts beleuchtet, anstürmt.

Endlich mal wieder schönes Wetter am „Motton Cove Beach“, wo wir unmittelbar am Ufer stehen und die hohe Tide vor unseren Füßen genießen. Bei Ebbe können

 

 

 

wir wunderschön am breiten steinigen Strand und den geschichteten Klippen spazieren.

 

 

In Grande Pre rasten jetzt die Strandpiper auf ihrem Flug von den Brutplätzen in Alaska zum kolumbischen Winterquartier. Mit der Flut kommen die kleinen quirrligen unscheinbaren Vögel in Schwärmen um sich als Nichtschwimmer für ihren 3 tägigen Nonstoppflug über den Atlantik fit zu fressen. Eine nette Naturschützerin klärt uns auf und sorgt mit Schildern für eine möglichst ungestörte Nahrungsaufnahme der vielen Schwärme, die nur ein bestimmtes kurzes Zeitfenster nutzen.


Zurück in Halifax besichtigen wir die Zitadelle, deren Bau der damaligen Zeit nachhingte. Bei ihrer Vollendung gab es keine Indianerangriffe mehr dafür aber eine bessere Geschütztechnik, so daß sie nie kriegerisches erlebte. Historisch uniformierte bewachen die Anlage. Es wird sogar ein historisches Gewehr im Stundentakt mit lautem Knall und Pulverdampf vorgeführt. Auch hier steht der 1. Weltkrieg im Mittelpunkt. Zwischen den Zitadellengräben lädt ein nachgebauter Schützengraben zu einer Zeitreise ein.

Den steilen Berg abwärts ist die Uferpromenade ein Publikumsmagnet. Ein schwankender langer Steg umgeht eine Pierbaustelle, Überall locken lauschige Plätze und Kneipen. Ein einlaufendes großes „Hapag lloyd“ Containerschiff und ein für Ausflügler umgebauter Lastensegler zeigen die Dimensionen zu früher.

Wo die 90 000 Einwohner von Dartmouth wohnen? Sicher nicht im alten Zentrum gegenüber von Halifax, das sich genauso steil am Hang ohne das quirllige Leben von gegenüber überschaubar erstreckt. Mehrspurige Sraßen erschließen das bewaldete und von See durchzogene Hinterland, wo im Nichts eine riesige Mall und demnächst auch Ikea auf Kunden warten. Auch unsere Spedition finden wir in einem Abzweig mit Industriefirmen.

Wir sind überrascht, daß die von Seabridge vorgegebenen Zeitachsen keine Rolle spielen. Von wegen „ausnahmsweise“, nicht am Montag sondern am Dienstag bis 11 Uhr Womoabgabe im Hafen. Bei der weit außerhalb liegendenSpedition geht es im wesentlichen um das Bezahlen der ausgefertigten Ladepapiere mit Hafen bis 12.30 Uhr. Muss dafür dieser lange Weg sein, wo auch noch eine der 2 Brücken wegen Bauarbeiten gesperrt ist?

Wir genießen noch einmal Seeluft bevor wir die unkomplizierte Hafenabfertigung für unser Womo hinter uns bringen. Wichtig war die Unterschrift auf dem Anlieferprotokoll nach Abgleich der WDB Nr. und dem „Gasflaschen leer“.

Anstelle eines Taxis geht es auch gut vom Hafen mit dem Bus ins Zentrum von Halifax, befindet sich doch die nicht so weit entfernte Bushaltestelle oberhalb der mehrspurigen Durchgangsstraße. Allein ein Fußgängerüberweg fehlt.

Bevor wir vor Mitternacht von Halifax unseren Rückflug über München nach Münster antreten können wir noch einmal am Harborwalk gemütlich in der warmen Sonne auf einem der vielen Sitzplatzangebote bei unserem Spaziergang verweilen.

Unser Womo schwimmt inzwischen auf der „Atlantic Sail“, die von einer chinesischen Staatsreederei 2016 ausgeliefert wurde, und kommt planmäßig in Hamburg an, wo wir es wohlbehalten abholen, Allein der Zoll nervt wegen der Womo Zulassung vom Vortag und wittert zollpflichtige „Rückware“ ohne sich, abgesehen vom WDB-Abgleich, für uns zu interessieren.

Wir und das Womo sind wieder gut in Münster angekommen. Hinter uns liegt eine tolle unbeschwerte Zeit mit vielen schönen, auch familiären Erlebnissen.

 

Von New York nach Maine – zum östlichsten Punkt der USA


 

 

 

 

 

New York im Juli

 

Nach den schönen erlebnisreichen New Yorker Tagen, die imposante Feuerwerke am Unabhängigkeitstag (4.7.) krönen, verabschiedet uns strömender Regen. Er durchnäßt nicht nur uns auch unser Parkplatz steht wie viele Straßen unter Wasser.

Entlang dem Hudson, den wir über die Bear Bridge queren, verlassen wir Städtevielfalt um die riesige Inselstadt New York.

Um Boston, das wir schon kennen, machen wir genauso wie um Rhode Iseland, dem kleinsten US-Staat, einen Bogen um vor Porthmouth, New Hampshire, wieder an die Ostküste zu stoßen.

An der Route 1 reihen sich die Ferienorte. Überall locken Lobsterangebote im nördlichsten Bundesstaat Maine. Die Wetterkapriolen bestimmen unsere Reise. Die Zeit der schönen langen Sandstrände, die uns von Texas an begleiten, sind vorbei. Die Küstenregion erinnert schon an Canada obwohl wir noch nicht so hoch im Norden sind.

Mit einem Blues Festival, einer Windjammerparade zieht Rockland nicht nur Touristen

 

 

an, auch wir fühlen uns in der von Inseln eingerahmten Bucht mit ihren Leuchttürmen besonders wohl, bis das Wetter wieder umschlägt und das Thermometer beachtlich fällt.

Leider begleitet uns nur wenig Sonne vom Acadia Nationalpark bis zum östlichsten Punkt der USA, wo sich überraschend schon ein Kanadazipfel anschließt.

Wir verlassen Maine via Calais nach New Brunswick, Kanada.

Jetzt liegen die USA, durch die wir kreuz und quer nicht nur an der Westküste bis Alaska wie an der Ostküste durchstreiften, hinter uns.

Wir blicken auf herrliche Tage zurück. Spontan bleiben die Südstaaten als Highlights mit ihren langen Sandstränden in Erinnerung.

Grenzenlose Freiheit? Die Amerikaner schwärmen davon.

Die Rahmenbedingungen in den einzelnen Bundesstaaten lassen uns auf uns und die EU blicken, der die verbindende gemeinsame Sprache fehlt.

Auch in der USA fallen viele Gebote und Verbote gerade im Straßenverkehr auf. Bei Gemeinden ist die wöchentliche Straßenreinigung mit stundenweisen Halteverboten an dem Kehrtag eine beliebte Einnahmequelle fährt doch der Knöllchenschreiber unmitelbar vor dem Kehrwagen. Wehe dem der den Kehrzeitpunkt nicht beachtet.

Warum Kunden im Supermarkt eine Pistole tragen, Hunde mitführen, wo sonst immer wieder entsprechende Verbotsschilder auffallen? Es ist ein Leichtes mit dem Wohnmobil in der USA unterwegs zu sein, auch wenn das freie Übernachten auf den Walmartparkplätzen, das mannigfach genutzt wird, im Vergleich zu vorher eingeschränkt ist. Wehe wenn ein LKW oder ein Wohnwagen ungeachtet der riesigen Parkfläche deine Nähe sucht und seinen lautstarken Generator rücksichtslos anwirft. Dann bleibt nur umsetzen.

Jetzt erwartet uns wieder Canada.

 

Von Texas nach New Jersey

Reise 1

Texas. Louisiana, Mississippi, Florida, Georgia, South und North Carolina, Virgina, Maryland, Deleware und New Jersey, jeder Bundesstaat hat einen Küstenzugang.

Am Golf von Mexiko führt unsere Route nach Osten, bevor es auf der Atlantikseite später nach Norden geht.

Wir wählen wenn möglich Nebenstraßen. Wie in Texas kommen wir in Louisiana an riesigen Raffinerien und Chemiekomplexen vorbei. Auf hohen langgestreckten Brücken und kostenfreien Fähren über Meeresbuchten und Flussmündungen geht es durch Marschland. In Sümpfen, Tümpel, Wassergräben stehen weiße und graue Reiher, dazwischen grasen Kühe auch Höckerrinder.20170504_173837

20170517_131529Rutherford Beach- ein Tipp von Overlander- gehört uns und dem neugierigen netten Sheriff fast alleine. Wir stehen direkt am Strand. In der Nähe gibt es sogar Toiletten. Auf einem gekieseltem Platz steht eine offene Halle mit Duschen, daneben ein Müllcontainer.

Nachsts toben schwere Gewitter, die uns in dieser Wucht überraschen. Es blitzt und donnert, der Regen brasselt nur so. Dazu pfeift ein Südwestwind und das auflaufende Meerwasser tobt. Das Scenario wirkt gespensterisch und beängstigend. Erst als wir das Womo vom Strand versetzen können wir wieder beruhigter schlafen. Die Schlechtwetterfront erinnert an Nordseewetter, nur erheblich wärmer.20170504_165718

Auf dem verkehrsarmen Louisiana Scenic Bay Way geht es durch die Swaps . Kleine Streusiedlungen 20170515_165153aus Mobilhomes oder Wohnwagen, Häusern auf Stelzen begleiten uns ins französich geprägte Cajuncounty. Es ist eine andere USA die von den Nachfahren der arkadischen Farmer, die noch frankophil von kleinen Farmen, Fischen und Fallenstellen leben, geprägt ist. Girlanden von Spanish Moos, einer wurzellosen Bromilienart hängen von den mächtigen Bäumen.20170505_16283320170505_16473320170505_134253

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Wir tauchen in Zuckerrohrfelder ein. Es waren mal wieder Jesuiten die Anfang des 18 Jahrhunderts das Zuckerrohr als Süßigkeit aus Santo Domingo mitbrachten. Als es Ende des 19. Jahrhunderts einem Pflanzer gelang Zucker zu granulieren wurde Louisiana zum reichsten landwirtschaftlich geprägten Gebiet Amerikas, was die Villen der Zuckerbarone zeigen.

In Franklin20170505_143840 mit seiner Südstaatenarchitektur bekommen wir beim Rundgang das typisch amerikanische now here Gefühl. Von wegen vitales Zentrum. Als läuft auf dezenrale Malls zu, die es überall in Amerika zur Beliebigkeit gibt.

20170505_160830Endlang der Teche erschreckt beim Abzweig einer mehrspurigen Straße ein bekanntes Gerumpel. Unser Hinterrad Beifahrerseite hat es gefetzt. Zum Glück gibt es einen Seitenstreifen auf der auch von LKWs viel befahrenen Strecke. Erfahren demontieren wir das Reserverad. Trotz Karamba und aller Anstrengungen erbarmt sich nur eine Radschraube. Alle einschließlich Polizei fahren auch an Gisela, die beim Warndreieck stehend ein großes „Help“schild hochhält teilweise freundlich winkend vorbei. Ein kräftiger junger Mann auf dem Weg zur Arbeit erbarmt sich unserer. Die hartnäckigen Schrauben trotzen auch lange ihm, bis es uns endlich gemeinsam gelingt, eine nach der anderen zu lösen. Als sein Chef anruft, bricht unser Helfer fluchtartig auf. Wir können ihm nur ein Dankeschön nachrufen.

Neuer Reifen, in Houma, LA. Fehlanzeige. Es gibt zwar unsere Größe, aber nicht die erforderliche Gewichtsklasse. Auf dem Weg zum 2. Reifenhändler hört Gisela beim Ausrangieren ein gelegentliches Zischen am Hinterrad Fahrerseite. Beim Nachfühlen und Hören finden wir nichts. Erst bei einer Radumdrehung entweicht unüberhörbar Luft aus dem Hinterrad. Die wenigen Kilomter zum empfohlenen Reifenhändler schaffen wr kurz vor Feierabend. Wieder hilfsbereites vergebliches Telefonieren, aber auch in Mississippi Fehlanzeige. Wenigstens wird der Hinterradreifen fachmännisch geflickt,20170506_124900 aber für den zerfetzten Reifen gibt es keine Chance.

Wir sind leicht genervt. Über den Mississippi20170505_192448 durch New Orleans auf dem Weg nach Pass Christian kommen 20170509_153110wir an bekanntem Strandidyll mit dem weißen feinen leuchtenden Strand vorbei. Wenn da nicht die schrecklichen Hurrikans wären! Die rote Marke zeigt 7,62m.20170509_153025

Den Küstenabschnitt Alabama nach Mobile20170511_145003 20170511_145319lassen wir aus. Bei unseren bekannten Stellplätzen heißt es mittlerweilen Übernachten verboten.

Niceville ist keineswegs nice, sondern typisch Florida Panhandle, wo es nicht mehr wie in Louisiana Perish, sondern wieder County heißt.

In Penascola, Fl hoffen wir auf eine neue Reifenchance. Michael von Pop Boys Tire telefoniert 2 Stunden, nachdem er von ihm aus dem unüberschaubaren Reifenlager geholte Reifen selber als unpassend verwirft. Er sucht auch bei ebay und Amazon bis er endlich bei Amazon fündig wird. Eine Auslieferungsadresse ist kein Problem, nachdem wir die Lieferzeit kennen. In einer Woche können wir ihn bei einem UPS Laden in Charleston abholen. Im Internet verfolgen wir die Reifenanlieferung aus Miami.

Aber vorher bummeln wir wieder durch Savannah, GA mit seinen restaurierten Backsteingebäuden an der Riverfront, flanieren über schattige Plätze mit duftenden Magnolien. Die vielen lebendigen Plätze und der Schiffsanleger machen den Reiz von Savannah aus.20170516_142957

Besonders gut gefällt uns es wieder in Beauforf, GA.20170518_140434 Wir sind die einzigen Spaziergänger durch die Zeitgeschichte mit den ausladenden alten Ulmen, deren langen dicken mächtigen Äste wie Torbögen aussehen.Andere fahren entweder mit der Kutsche oder steigen erst für eine Besichtigung gar nicht aus.

An der Uferpromenade von Charleston20170520_150139_HDR 20170520_150114schräg gegenüber von Fort Sumter stehen wir wieder vor den großen Kanonen die für den ersten Schuß des Bürgerkrieges zeugen. Wir schlendern durch die Straßen mit ihren Palästen und hochherschaftlichen Häusern mit Veranden, Balkonen, Loggias und Piazzas, die für Charleston charakteristisch sind.20170520_151934Die traditionellen Bauformen nutzen 20170522_124603_HDRdie Luft als natürliche Klimaanlage, was heute leider verloren gegangen ist. Dafür rattern jetzt überall lautstarke Klimanalagen.

Bei der großen Reifenwerkstatt, die uns eine deutsche Auswanderin empfiehlt, greift Gisela 20170520_111758selber zu unserem Schraubenschlüssel, als sie sieht wie der Monteur das Ersatzrad mit Gewalt aus der Verankerung zerren will. Es ist für sie unter lautstarkem Meckern ein leichtes die Halterungsschrauben zu lösen und unter den Augen der Monteure den kaputen Reifen rauszuholen. Ende gut, alles Gut. Jetzt hängt eine inzwischen getrocknete Rose des Werkstattleiters im Womo.

Wir tingeln über die historische Stadt Georgetown mit der stinkenden Papiermühle langsam nach Myrthle Beach. Unseren alten Strandzugang suchen wir vergeblich. Dafür finden wir aber ungeachtet des mittlerweilen total zugebauten kilometerlangen Küstenabschnittes andere schöne kostenfreie Strände, wo wir auch für unser Womo einen Parkplatz gibt.

Das wechselhafte Wetter läßt uns immer weiter gen Norden fahren. Wegen dem angesagten Sturm und Regen verzichten wir auf die uns bekannten Outer Banks.

In Chesepeake haben wir bei dem 36km Chesepeake Bay-Tunnel mehr Wetterglück bei der Überwasserfahrt. Ein großes Containerschiff quert gerade vor uns den Fluß. Ein imposantes Bild20170607_144139 - Kopie.20170607_145754

 

 

 

Maryland und Deleware zeigen eine kalte Schulter. Das erste Mal in diesem Jahr tragen wir Pullover.

Bei der Fähre20170608_143148 - Kopie von Lewes nach Cape May erleben wir wieder etwas Amerika typisches. Unser unter 20feet langes Womo steht mit über 20 feet auf der Rechnung. Da hilft auch kein Protest und kein Fahrzeugschein. Was der Kassierer meint gilt.

Nach der 1 ½ Stunden schaukelnde Überfahrt auf der „New Jersey“ über den Delewareriver in langen Hosen und Windbreaker überrascht uns Cape May mit einem schönen Stellplatz bei Walmart in Rio Grande. Das nahe Wildwood gefällt uns mit seinem langen flachen Strand aber kühlen Atlantikwasser.20170609_173755 - Kopie

Jetzt geht es auf der US 9 in der uns inzwischen gut bekannten Küstenregion weiter Richtung New York.

 

von Mexiko zurück nach Texas

Wir fahren langsam mit unserem Womo von Mexiko Richtung USA

Von der Costa Esmeralda fahren wir bei hochsommerlichem Wetter über Tampico nach Norden. Hoch mit Apfelsinen beladene LKWs verkehren in jede Richtung.20170404_163024

20170404_172539Auffällig kommen uns wieder US Sattelschlepper im 4er Huckepack und voll bepackte teilweise abgeschleppte schrottreife US-PKWs blockweise auf dem Weg nach Süden entgegen. Wir fragen uns, wie die Gespanne bei der Brückenmaut eingestuft werden.20170406_172632

Bei einer Kaffeepause spricht uns Elwen in perfektem deutsch aus seinem Pickup an, der beschädigte Mähdrescherräder Richtung Tampico transportiert. Er erzählt stolz von seiner in wesentlichen autonomen Mennoiten-Colonie, einer deutschen Sprachinsel mit eigener Schule in der erst deutsch und später auch spanisch unterrichtet werde. Er empfiehlt uns die 100km entfernte Mennoiten-Colonie „Los Elbanos“ aus Sicherheitsgründen als Übernachtungsplatz bei unserer Weiterfahrt zu wählen.

In der Buschlandschaft verpassen wir mangels lesbarem Schild fast den Abzweig zur Kolonie.20170408_09350920170409_180434 Ein ordentlich gepflügtes Feld und ferne Hirsefelder zeigen uns aber wo es auf einer Staubstraße lang geht.

In der Hirsenfelderlandschaft20170408_085152 20170408_090859entdecken wir auf einem großen Hofgrundstück mit einem kleinen Haus auf einmal mehrere blonde kleine Kinder ohne Schuhe in langen gleichen Kleidern, die uns mit ihren großen blauen Augen ansehen. Die typisch angezogene Mutter, ihr und unser deutsch?! Das merken wir später, als wir beim größten Hof der Colonie die Gastfreundschaft des Hirsebauers Wilhelm beim Abendessen mit Tante und Cousin erfahren. Von ihrer vermeintlich deutschen Unterhaltung verstehen wir so gut wie nichts und mit unserem deutsch ist die Verständigung schwierig.

Der uns von den Mennoiten empfohlene Grenzübergang „Internationale Brücke“ (Maut 48Mex) führt uns nach Villa Hermosa. Bevor wir die Grenze ansteuern heißt es noch ein wenig vorzusorgen. 20170410_125711Für die dringende Womowäsche finden wir eine moderne Waschanlage in einer großen hohen Halle, wo sich mehrere Männer in den verschiedenen Waschgängen dem Womo nach Klärung der Presfrage gründlich annehmen. Aus den geforderten 20 US$ werden 200 Mex (ca. 5 €) Einer klettert sogar zum Putzen auf unser Dach.

Nach der Internationalen Brücke ist das Gelände völlig hoch eingezäunt. Die typische US-Grenzabfertigung erreichen wir ohne Anstellen. Die Grenzprozedur dauert 1 Std. Mit dem Laufzettel und unseren Pässen werden wir zum Kontrollplatz gewiesen, wo alle Außenklappen einschließlich Motorhaube zu öffnen sind. Als der Inspizierende uns die halbleere blaue Eierpackung mit gekochten Eiern präsentiert, wir „gekocht“ betonen, überreicht er uns die Pässe zur Weiterfahrt. Auf unser erstauntes Nachfragen wegen der Einreisekosten heißt es großspurig, das kostet hier nichts.

Die fehlende Einreiseerlaubnis (6,-$ pP), die wir nach zügiger Abwicklung für 6 Monate in dem benachbarten Migrationsgebäude ohne weiteres erhalten, hat keiner beim interessierten Durchblättern unsere stempelvollen Pässe bemerkt. Gut das wir uns angewöhnt haben die Pässe zu kontrollieren. Wir wissen nicht was uns ohne Stempel im Pass erwartet hätte.20170410_151312

In Halingen ist alles wieder gepflegt, sauber und vielspurig geordnet. In der Mall erwarten uns die bekannten amerikanischen Geschäfte. Während Mexiko mit Menschen auf der Straße lebt, sehen wir jetzt PKWs und Pickups, hören röhrende Auspuffe. Bürgersteige, Fußgänger was ist das?20170414_171951

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Auf der Mustanginsel in Corpus Christi genießen wir über Ostern am kilometer langen Sandstrand Hochsommer bis uns ein Wetterumschwung zur Weiterfahrt Richtung Galverston veranlaßt, wo wir vor der Brücke am Strand schon 20170418_17282120170427_140751einmal standen.20170501_16380720170428_16530520170427_140823

Vom Pazifik an den Golf von Mexiko

Mexicocity und Teotihuacan

nach 3 herrlichen20170302_182224 Sonnenmonaten unter Palmen in Pie de la Cuesta/Acapulco verabschieden wir uns via Mexicocity.

Vorher verwindet sich beim Abspritzen des Womos die Stehleiter und beschehrt einen bösen Sturz. Die klaffende Wunde über der linken Augenbraue näht der Arzt in seiner „Praxis“ neben der Apotheke an deren Tresen er auf Kundschaft wartet.20170307_172815_HDR

Die angekündigte Umgehung von Mexicocity kennt die aktuelle Karte von Garmin nicht. Nach über 3200m geht es wieder, aber auf anderer Route, durch die quirrlige Stadt.20170308_115459 Chaotische Streckenabschnitte mit Abzweigungen, teils mehrspurig, stauig vorbei an den Flughafenterminals,wir sind froh als wir endlich die Autobahnschilder Richtung Teotihuacan sehen.

Auch in Teotihuacan hat sich nichts geändert. Allein mehrere abgestellte europäische Womos fallen auf. Wir besteigen wieder die 20170312_135103_HDRSonnen 20170312_115411und Mond-Pyramide und machen Ausflüge mit dem 20170318_102302Bus und der Metro nach Mexicocity. Das Metro ein-und ausstiegs Geschiebe, das brutale Gedrücke in den Zentrumsstationen kannten wir so noch nicht. Dabei blieb unser quasi inhaltloser Geldbeutel aus der zugeknöpften Gesäßtasche auf der Strecke ohne daß es zu verhindern ist. Gisela erschreckt die ergebnislose Körperumarmung unter ihrem T-shirt im Gedränge.

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Bei der Weiterfahrt auf Nebenstrassen Richtung Golf begleiten uns auf der Hochebene über 2000m herrliche Landschaftsbilder und Kakteenfelder. Die vielen Topes schaffen uns nicht.

An einer großen Lagune überraschen uns auf über 2500m weiße Pelikane in ihrer typischen Flugart.. 20170323_113303(1)Der starkende Fischer 20170322_173452verstaut 20170323_091709seinen Fang im Plastiksack, den er an einer Stange im See fixiert. 20170323_111209Angler legen ihre langen Bambusstangen einfach aufs Wasser und warten dick vermumt, daß ein Fisch anbeist.

Die Höhe, trockene Luft und nächtliche Kälte halten uns nicht an diesem herrlichen Fleck. Nach einem weiteren großen See, dem das Austrocknen droht, windet sich die 130 über 2000 Höhenmeter bergab. Teilweise sieht es für uns wie aus einer Flugzeugpersperktive aus, wenn sich unter uns tiefe enge Täler und Schluchten umgeben von hohen Berghängen in dunstiger Atmosphäre zeigen. An den steilen Hängen wird Kaffee angebaut. Am Straßenrand wachsen wieder Bananenstauden und in den Bäumen Schmarotzerpflanzen jeder Größe.

In Poza Rica überrascht uns im Zentrum eine Hochstraße, 20170326_110419die sich über Buden uns Geschäfte zieht. Wir sind die einzigen, die sich in den Taxistrom darunter einreihen.

 

20170326_113633El Tajin soll gegen 1200 nach einer Blütezeit zwischen 600 und 900 n.C.als Stadt und zeremonelles Zentrum aufgegeben worden sein. 20170326_130729Zu den 20170326_130905_HDRbesonderen Merkmalen der Pyramiden zählen Reihen von rechteckigen Nischen an den Gebäudeseiten mit Resten von Steinmosaiken. Die 365 Nischen einer Pyramide erahnen wir ohne sie zählen zu können. 20170326_131519Vieles erinnert uns an Mayapyramiden, auch 20170326_141207die vielen Ballspielplätze. Ein farbiges Bild mit rotgefärbten Häusern und Pyramiden im Museum läßt erahnen, welche Pracht die Städte ausstrahlte.

Am Ende unseres mehrstündigen Rundgangs überrascht uns eine Voladoresvorstellung, 20170326_174227_Momentdie traditionell nur einmal im Jahr vollzogen wird, inzwischen aber zum Touristenprogramm zählt. Auf der Spitze eines riesigen Mastes bewegt sich ein Mann in traditioneller Kleidung mit Trommel und Pfeife über einem viereckiger Rahmen auf deren Seiten ein Mann sitzt. Der Rahmen dreht sich nach einem Pfeifensignal langsam um den seilummantelten Mast. Die 4 Männer lassen sich jeweils an einem sich durch die Rahmendrehung abwickeldem Seil hängend nach hinten fallen. Mit ausgestreckten Armen kreisen sie 13x kopfüber um den Pfahl, während sich das Seil langsam abwickelt. Kurz vor dem Boden drehen sie sich zur sachten Fußlandung. 13 x 4= 52 was auch unserer heutigen Wochenzahl entspricht. Die Flieger beschwören die 4 Ecken des Univesums die Sonne und Regen bringen.

20170327_111603An der Costa Esmeralda reihen sich die Campingplätze handtuchartig neben der viel befahrenen 180. 20170327_153805Auf dem schönen Camping Sun Beach mit 2 Schwimmbädern erwartet uns 20170327_172355schwüle Wärme und ein menschenleerer langer Strand mit dunkelgrauem Sand am Golf von Mexico.

 

Pie de la Cuesta/Acapulco Mexiko

Uberwintern in Pie de la Cuesta /Acapulco  Mexiko

 

In unserer ruhigen „Oase“ unter Palmen am Pazifikstrand ist die Zeit stehen geblieben. Als wären wir gestern weggefahren, sieht alles genauso aus, wie bei unserem letzten Aufenthalt.20161206_133241_HDR20161205_174206

Nach unserer Ankunft werden als erstes die Palmen gesäubert. Der uns bekannte Palmenkletterer20161207_101205 entfernt die welken Palmenwedel, säubert die Kronen und erntet die Kokosnüsse von denen er uns einige mit der Machete zum Trinken öffnet. Lecker!!

Nach dem großen Ansturm auf den Camping zu

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Weihnachten und Sivester mit Party und tollem Strandfeuerwerk,20170101_000035 gehört uns jetzt der Campingplatz fast alleine. Erstaunlich wie viele uns noch kennen und gleich herzlich in ihren Kreis einbeziehen.20170119_184535_HDR

Die Tage verfliegen wie im Flug. Es wird nie langweilig, es ist immer etwas los, auch wenn es zum Einkaufen mit dem Bus nach Acapulco geht.20170201_090810 Der Markt ist immer ein Erlebnis. 20170128_101014

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Immer blauer Himmel, die Brise wechselt in Stärke und Richtung zwischen Pazifik und Lagune. Bei ca. 31°, nachts ca. 24° läßt es sich gut aushalten wenn wir an die Temperaturen in Mexikocity 8 oder an die winterlichen kalten Temperaturen in Deutschland denken. Die Sonnenuntergänge sind immer spektakulär.20170108_18534920161217_180843