Am Atlantik von New Jersey nach Deleware

 

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Es ist nicht leicht ein frei zugängliches Strandstück (09/2016) zu finden. Wellenreiter mit ihren Brettern unterm Arm zeigen uns den Weg zu einer unauffälligen Treppe zum Strand in einer Villengegend mit Ferienhäusern und Wochenenddomizilen, das auch die Rehe kennen.20160922_180651

 

Bis zum 1. Montag im September – Laborday- dem Ende der Hochsaison, manche sagen auch Sommerende, ist am Strand und den anschließenden Seebädern sehr viel los, Schwimmen aber verboten. Dafür können sich die Wellenreiter in den dunenbegrenzten Wellen richtig austoben. Es ist ein Schauspiel wenn immer wieder Artisten auf den Wellenkämmen reiten.20160910_152025

Die Infrastruktur in der dicht besiedelten Küstenregion lädt uns zum Verweilen. Auf dem riesigen Parkplatz bei Walmart finden wir ein ruhiges Eckchen mit WIFI und bei Aldi gibt es sogar die „deutsche Woche“ mit Pumpernickel.20160927_155550_HDR Endlich wieder richtiges schwarzes kräftiges Brot mit langem Haltbarkeitsdatum. Wir sorgen richtig vor.20160906_090457

 

 

 

 

 

Als der Hurrikan „Hermine“ entlang der Ostküste tobt, bietet unser Parkplatz bei Walmart Schutz als Sturm und Regenausläufer auch auf uns treffen. Nach den großen anfänglichen Schäden im Süden verlagert sich der Hurrikankern weiter auf das Meer, sodass hier alles glimpflich davon kommt. Allein die Flutwellen verändern den Strand.

In den Schlechtwettertagen erkunden wir unsere Umgebung völlig untypisch für Einheimische zu Fuß. Fußgänger sind hier nicht vorgesehen. Wenn überhaupt enden Bürgersteige gerne abrupt, Vor den riesigen Parkplätzen der angrenzenden Malls gibt es zwar Fußgängerampeln aber keine Fußwege. Man läuft nur vom Parkplatz zum Einkaufen und zurück, was bei der Hitze von über 30°teilweise verständlich ist.Von Klimaanlage zu Klimaanlage, wir hören sie überall laut brummen und surren. Amerikaner erscheinen uns lärmresistent.

Auffällig empfinden wir die große Polizeiwagenpräsenz. An (unserem) Strandzugang stoppt alle paar Minuten ein Wagen Wir fühlen unser Womo sicher abgestellt.

Als wir den Geburtstagsbrief für unsere Enkelin Paula extra bei der US-Post abgeben wollen, bemerken wir beim Aussteigen blickende Polizeiautos, die uns umstellen. Ich werde ins Womo zurückbeordert. Als Gisela, die das Ganze erst gar nicht mitbekam aus dem Womo aussteigt, stockt ihr der Atem als eine Polizeipistole auf ihre Brust gerichtet ist.

Unser Nummernschild passt mal wieder nicht ins Bild. Das Womo müsse in der USA zugelassen sein, Typisch was die Polizei nicht kennt muß illegal sein. Das und das Prozedere kennen wir schon. Es dauert bis wir Reisepässe, Versicherungsnachweis, Führerschein- der deutsche Internationale Führerschein wird nicht anerkannt und unser deutscher Führerschein ist völlig fremd- zurückbekommen.

Endlich können wir den Brief bei der Post aufgeben, aber er ist bisher nicht angekommen!

Der Herbst holt uns mit Regenschauern ein. Es hat stark abgekühlt und mit den dünnen Sommerhosen ist es vorbei. Hoffentlich nicht für lange.

Die Brückenpfeiler der Deleware Memory Bridge, über die wir den dicht be- und zersiedelten Garden State New Jersey verlassen, sehen wir nicht, es herrscht dicker Nebel. Der Kassierer an der Mautstelle verlässt seinen Platz um sich zu überzeugen, daß wir keine Zwillingsreifen an der Hinterachse haben. Wir fallen wie immer unter den Normaltarif von 4 $.2016_09._1jpg

Wilmington ist die größte Stadt von Deleware, dem zweit kleinsten Bundesstaat der USA, das gerade mal 150 km lang und an seiner breitesten Stelle 56 km misst. Die schwarzen Nummernschilder mit gelben Buchstaben und Ziffern mit dem Zusatz „The first State“ erinnern daran, daß Deleware als erste Staat die US Verfassung unterzeichnete.