Kanada/USA Quebec-New Hamshire-New York City

Endlich ist Hochsommer, den wir im Norden lange vermißt haben.

Quebec (8/2016) verlassen wir über die St. Lorenzstrombrücke.20160802_122036

In St. Marie telefonieren wir mit unserer Enkelin Marie und erzählen ihr, daß wir in einem kleinen Dorf St. Marie stehen. Ihre spontane Antwort „ ich bin doch kein Dorf, ich bin die Marie“.20160802_132407

Abends schauen wir beim Rollhockeytournier zu.20160803_200159 Super schnell, hart aber fair, fliegende Wechsel, allein der Torhüter trägt Schuhe. Sonst verläuft alles wie beim Eishockey, dem Volkssport der Kanadier.

In Thredford Mines erinnern rießige Halden an die große Vergangenheit der einst weltgrößten Chrysotil=Asbestweltabbauregion. Als sich Asbest gesundheitsgefährdend heraus stellte schlossen die großen Minen 2012. 20160805_142126Das Minensterben überträgt sich unübersehbar auf den Ort und seine Malls.

Wir nähern uns den Appalachen und sagen Kanada ade. Vorher genießen wir aber noch die herrliche Seenlandschaft. Auf einer 700 m Passhöhe ist der US Grenzposten. Mitten in der Natur steht ein Hochsicherheitstrakt. Die USA schützt sich hinter einem hohen Zaun mit Stacheldraht, Ampel und Schranken. Natürlich kennen wir die üblichen Fragen nach dem woher und hin, frischen Essbaren. Allein die überschaubare Größe unseres „kleinen“ Kühlschranks fällt auf. Wir sind die einzigen an diesem wenig frequentierten Grenzübergang nach New Hampshire der nachts geschlossen ist.Es dauert lange die für uns erforderlichen Programme aufzurufen und alle möglichen Daten, erstmals auch von unserem Womo, zu erfassen. Stöhnen und Haare raufen, Telefonate, immer wieder Stecker ziehen bis wir endlich unsere 6 $ Eintrittsgeld bezahlen und für 6 Monate in den USA bleiben dürfen.20160806_18014620160807_084457

Jetzt haben die Autos auch wieder vorne Nummernschilder und diese erinnern mit „Frei oder Tod“ an die Historie. New Hamphire erklärte als erster seine Unabhängigkeit. Hier hat Donald Trump , der Amerika wieder groß machen will, eine Hochburg was die vielen blauen Präsidenschafts-Flyer am Straßenrand,Häusern u nd Fahrzeugen zeigen. Für eine Präsidentin Hillary Clinton tritt keiner öffentlich ein.

Vorbei an den nummerierten Connecticut Seen fahren wir länger durch die waldreiche Region bis zur ersten Einkaufsquelle. Unterwegs begegnen uns auf dieser kurvenreichen Straße mit zahlreichen Baustellen und nicht asphaltierten Nebenstraßen Quads und helmlose Motorradfahrer. Freiheit geht hier über Sicherheit.

Breite Streifen und Lifte aller Art durchziehen bewaldete Hänge. Wir befinden uns in einem Wintersporteldorado im Einzugsbereich von Boston.IMG_1454

Die US Preise toppen, abgesehen vom Diesel,der bei Barzahlung noch einen Preisnachlaß erfahren kann ( ca. l 0,60 € ), Kanada, das wir von früher noch teurer in Erinnerung hatten.

Für New York machen wir noch in Keene einen Zwischenstopp bei ALDI mit seinem im Vergleich deutlich preiswerteren beschränkten Angebot.

Als wir bei Walmart einen neuen Garmin mit aktuellem GPS , auch für Mexico und Kanada erstehen wollen, erschreckt uns eine ohrenbetäubende Sirene. Feueralarm.  Alle stürmen aus dem Laden und warten verstreut vor dem Eingangsbereich. Wir sehen nichts auffälliges als wir durch die Verkaufsregale eilen.20160809_201636 Es dauert überraschend lang bis Feuerwehrmänner in voller Montur mit Atemschutz den Laden betreten. Nach über 2 Stunden, wir sitzen gemütlich beim Abendessen im Womo lösen sich die Grüppchen der Wartenden auf. Als wäre nichts geschehen geht der Verkauf weiter. Fehlalarm!IMG_1480

Die atemberaubende Kulisse von Manhattan genießen wir von der anderen Hudsonuferseite.20160814_174831 20160820_123624Dieses Mal klappern wir die typischen Sehenswürdigkeiten bei über 30° von Manhatten ab.

Wir merken schnell, wie wir zu Hause vom öffentlichen Nahverkehr verwöhnt werden. Es gibt keinen Verbund, keine Niederflorbusse. Viele Bahnstationen sind nicht behindertengerecht. Wir klappern die einschlägigen Highlights ab. Ärgern uns wenn in den langen Untergrundbahnhöfen, mit vielen Treppen Aufzüge fehlen. Mit der Path unterqueren wir den Hudson. Eine Endhaltestelle ist der noch im Bau befindliche World Trade Center Complex, den wir durchstreifen und andächtig vor dem tiefen Loch mit seinem Wasserspiel vom alten World Trade Center stehen.20160823_124547 Eine Heerschar von Arbeitern und Aufsehern richten im Eingangsbereich der neuen Bahnhofshalle Geschäfte ein, die am späten Nachmittag schon teilweise verkaufsfertig wirken. Auffällig sind die viele Polizei und Mitilär. Bei unserem Ausflug nach State Island fallen uns an der Fähre Hundeführer mit ihren Hunden bei der Gepäckkontrolle auf.20160815_131216

Freiheitsstatue, Broadway, 5th. Avenue, Centralstation, Tiff20160823_124829any, little Italy,

20160823_135443Chinatown, Washington- und Centralpark, die bekannten Hochhäuser, abends merken wir unsere Füße.

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Mit dem Womo durch die dichtestbesiedelte Gegend der USA mit einem verwirrenden mautpflichtigen Straßensystem ist ein Abenteuer für sich. Wenn dann auch noch Bauarbeiten und Brückensperrung dazu kommt, heißt es Kilometer fressen.

Jetzt touren wir wieder entlang der Ostküste und genießen den Atlantikstrand vor Neptune.