2017_04 von Mexiko zurück nach Texas

Von der Costa Esmeralda fahren wir bei hochsommerlichem Wetter über Tampico nach Norden. Hoch mit Apfelsinen beladene LKWs verkehren in jede Richtung.20170404_163024

20170404_172539Auffällig kommen uns wieder US Sattelschlepper im 4er Huckepack und voll bepackte teilweise abgeschleppte schrottreife US-PKWs blockweise auf dem Weg nach Süden entgegen. Wir fragen uns, wie die Gespanne bei der Brückenmaut eingestuft werden.20170406_172632

Bei einer Kaffeepause spricht uns Elwen in perfektem deutsch aus seinem Pickup an, der beschädigte Mähdrescherräder Richtung Tampico transportiert. Er erzählt stolz von seiner in wesentlichen autonomen Mennoiten-Colonie, einer deutschen Sprachinsel mit eigener Schule in der erst deutsch und später auch spanisch unterrichtet werde. Er empfiehlt uns die 100km entfernte Mennoiten-Colonie „Los Elbanos“ aus Sicherheitsgründen als Übernachtungsplatz bei unserer Weiterfahrt zu wählen.

In der Buschlandschaft verpassen wir mangels lesbarem Schild fast den Abzweig zur Kolonie.20170408_09350920170409_180434 Ein ordentlich gepflügtes Feld und ferne Hirsefelder zeigen uns aber wo es auf einer Staubstraße lang geht.

In der Hirsenfelderlandschaft20170408_085152 20170408_090859entdecken wir auf einem großen Hofgrundstück mit einem kleinen Haus auf einmal mehrere blonde kleine Kinder ohne Schuhe in langen gleichen Kleidern, die uns mit ihren großen blauen Augen ansehen. Die typisch angezogene Mutter, ihr und unser deutsch?! Das merken wir später, als wir beim größten Hof der Colonie die Gastfreundschaft des Hirsebauers Wilhelm beim Abendessen mit Tante und Cousin erfahren. Von ihrer vermeintlich deutschen Unterhaltung verstehen wir so gut wie nichts und mit unserem deutsch ist die Verständigung schwierig.

Der uns von den Mennoiten empfohlene Grenzübergang „Internationale Brücke“ (Maut 48Mex) führt uns nach Villa Hermosa. Bevor wir die Grenze ansteuern heißt es noch ein wenig vorzusorgen. 20170410_125711Für die dringende Womowäsche finden wir eine moderne Waschanlage in einer großen hohen Halle, wo sich mehrere Männer in den verschiedenen Waschgängen dem Womo nach Klärung der Presfrage gründlich annehmen. Aus den geforderten 20 US$ werden 200 Mex (ca. 5 €) Einer klettert sogar zum Putzen auf unser Dach.

Nach der Internationalen Brücke ist das Gelände völlig hoch eingezäunt. Die typische US-Grenzabfertigung erreichen wir ohne Anstellen. Die Grenzprozedur dauert 1 Std. Mit dem Laufzettel und unseren Pässen werden wir zum Kontrollplatz gewiesen, wo alle Außenklappen einschließlich Motorhaube zu öffnen sind. Als der Inspizierende uns die halbleere blaue Eierpackung mit gekochten Eiern präsentiert, wir „gekocht“ betonen, überreicht er uns die Pässe zur Weiterfahrt. Auf unser erstauntes Nachfragen wegen der Einreisekosten heißt es großspurig, das kostet hier nichts.

Die fehlende Einreiseerlaubnis (6,-$ pP), die wir nach zügiger Abwicklung für 6 Monate in dem benachbarten Migrationsgebäude ohne weiteres erhalten, hat keiner beim interessierten Durchblättern unsere stempelvollen Pässe bemerkt. Gut das wir uns angewöhnt haben die Pässe zu kontrollieren. Wir wissen nicht was uns ohne Stempel im Pass erwartet hätte.20170410_151312

In Halingen ist alles wieder gepflegt, sauber und vielspurig geordnet. In der Mall erwarten uns die bekannten amerikanischen Geschäfte. Während Mexiko mit Menschen auf der Straße lebt, sehen wir jetzt PKWs und Pickups, hören röhrende Auspuffe. Bürgersteige, Fußgänger was ist das?20170414_171951

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Auf der Mustanginsel in Corpus Christi genießen wir über Ostern am kilometer langen Sandstrand Hochsommer bis uns ein Wetterumschwung zur Weiterfahrt Richtung Galverston veranlaßt, wo wir vor der Brücke am Strand schon 20170418_17282120170427_140751einmal standen.20170501_16380720170428_16530520170427_140823