3.7 Spezialbericht – Seereise – Hamburg –Buenos Aires

 

Häfen

 

Europa: Hamburg 11.2., Antwerpen13.2., Le Havre 15.2., Bilbao, 20/21.2.;

 

Westafrika: Casablanca /Marokko 24.2., Dakar/Senegal 28.2.; Banjul/Gambia, 1.3. Conakry, Guinea, 3.3: Freetown, Sierra Leone, 3.3.

 

Äquator 5.3. gegen 16 Uhr sind selber mit GPS gesprungen, Taufe?? (Fehlanzeige)

Südamerika: Brasilien: Salvador, 8.3. Vitoria 9/10.3. Rio 12.3. Santos 13.3.

 

Argentinien: Zarate (Industriehafen v. BA,) 16/17. 3.

 

Buenos Aires 18.3. 2006,10 Uhr problemlos ausgeschifft

 

Agentur: HH-Süd bjoern.grabowski@hamburgsued-reiseagentur.de gibt auch Hinweise zu Autohaftpflichtversicherungen – bei uns leider zu spät, wenige Tage vor der Abfahrt.

 

Schiff: Grande Buenos Aires, Grimaldi Line, www.grimaldi.it

 

Was transportiert so ein 214 m langes, 32 m breites, 50 m vom Kiel – 42 m über Wasser hohes Ro Ro Schiff?

 

Container(40 und 20 Fuß) und Alles was über die Heckklappe rollen kann. 3000 PKW sind möglich, in jedem Hafen wird umgeschichtet. Container rein und raus, außen und innen. LKWs und PKWs /Schrott PKWs von Europa nach Afrika, sonst alle bekannten Marken, sowohl hin wie her, auch Sprinter(z.B. 313 cdi aus Brasilien) Baumaschinen, Stahl, Reifen, man reibt sich nur die Augen, was alles in den 11 Etagen des riesigen Schiffsbauches verschwindet.

 

Der klassische Womoplatz ist Deck 6 neben der Rampe, vor dem Treppen/Liftschacht.

 

Auf dem 12. Deck sind Kabinen, Küche, Aufenthalts,- Gymnastik, – Speiseraum auf ca. 30 m Höhe, darüber die Brücke, Krankenstation und Behandlungszimmer.

 

Das begehbare Deck ist mit 109 m länger als ein Fußballfeld. Davor reiht sich auf 95 m ein Containerdeck.

 

30 Stundenkilometer (19 Knoten) brauchen 3 t täglich Schwerölkraftstoff,

 

Insgesamt 29 Besatzungsmitglieder (Minimum 6 Italiener), 9 in der Maschine, 20 für die Brücke und sonstiges (Küche, Stewards). Sie kommen aus Rumänien(6), Italien, Indien, werden von Agenturen gestellt und außer den Italienern(€) in US $ bezahlt.

 

Der Kapitän steht mit 4 Offiziere, 3 Kadetten und 3 Steuermänner auf der Brücke. Am Ende einer Reise erhält er eine Erfolgsprovision, wenn alles glatt -bei uns nicht-verläuft.

Genauso bunt wie die Mannschaft zeigen sich die Passagiere (Rentnerband): 2 deutsche Ehepaare, 1 engl. Ehepaar (Rundfahrer), 1 Franzose, der in Bilbao zustieg. Er ersetzte einen Italiener (Rundfahrer) der wie der 1.(freundliche) Kapitän in Le Havre ausstieg.

 

Bordsprache: Italienisch/englisch. An unserem (deutschen) 4er Tisch erleben wir frachtschifferfahrene Norddeutsche (5 Jahre Schule in Chile) auf ihrer Jahrestour.

 

Kabinen: Die 3 Kabinentypen mit Kühlschrank, Toilette, Dusche, Bad können unterschiedlicher nicht sein. Wer das Tageslicht scheut, muss nach innen auf die Stockbetten, die Außenkabinen haben 1 Fenster und getrennte Betten, die Eignerkabine (2 Zimmerappartement) ein Ehebett, Schreibtisch, Sofa, Sessel Kommode und Schrank. Waschmaschine und Waschpulver sind vorhanden, aufgehängt wird in der Kabine (Wäscheleine, Klammern!?) Getränke kann man kaufen, (zugängliches Womo =Vorratskammer!).

 

Tägliche (Schnell)reinigung, mit Duftspray. Bettzeug und Handtücher werden gewechselt. Selbstreinigung ist angesagt (Lappen organisieren, wenn man nicht in seinem eigenen Dreck schwimmen will)

 

Möglichst alles aus dem Womo in die Kabine (Schuhe und Klamotten nicht vergessen!!). Alles was von Innen zugänglich war, wurde nicht nur (schmutz)befingert, vieles fehlt jetzt. Informationen an Bord? Nur wenn man fragt bzw. auf der Brücke schaut. Von alleine kommt 0,0. und im Übrigen gilt raten und vertrösten auf morgen.

 

Für die Technik muss man an den Mehrfachstecker denken, dann klappt’s mit Laptop und anderem.

 

Für heißes Wasser sorgt eine allzeit bereite Espressomaschine, neben dem Speisesaal (Teebeutel, Nescafe stehen daneben).

 

Schiffsunterstützung nach dem Womobruch?

 

Der Kapitän (oberster Polizist) verweist auf Grimaldi/Neapel, nimmt die Schadensaufstellung entgegen und erlaubt kurze mails (aber bitte nur ganz kurz).

 

Die Angst man könnte schadenersatzpflichtig werden, minimiert die Reparaturhilfe auf Unterstützung (lobenswert ein indisches Crewmitglied). In der Sache absolutes Redeverbot bei der Besatzung. Es könnte ja auch einer von ihnen ge

wesen sein, wenn es nicht die (2) blinden afrikanischen Passagiere, die nach dem Hörensagen in Salvador /Brasilien beim Verlassen des Schiffes (ohne unsere Sachen) geschnappt worden seien, waren.

 

Telefonnummer in Argentinien 18.3.

 

unsere Handynummer in Argentinien ab 18.3.06 -mal sehen ob wir die 90 Tage ausschöpfen.

 

+5491155601391 SMS können wir empfangen