41 Deutschland und USA

 

41.1 Dreiundsiebzigster Reisebericht 2012_02

Aus Deutschland zurück, wieder in der USA

Am 23. 2.2012 fliegen wir mit Condor von Frankfurt zurück nach Las Vegas, wo uns bereits eine (unbekannte) Abholerin in Empfang nimmt, um uns nach Overton, NV zu unserem abgestellten Wohnmobil mit zu nehmen. Für die perfekte Unterstützung beim Bringen zum Flughafen und Abholen bedanken wir uns bei Betty, Karen, Karin und Vicky ganz herzlich

Die Tage in Deutschland verfliegen wie im Flug. Wir leben uns schnell wieder ein, genießen unser umgeräumtes Haus und schaffen es auch uns in die wöchentlichen Sportabende einzuklinken, als wäre die Zeit seit unserem Reisestart vor 6 Jahren stehen geblieben. Besuche und Besucher, es muss wieder ein Terminkalender her.

Am 11. Februar legen wir eine Gedenksekunde ein. Kaum zu glauben, da starteten wir 2006 um unseren Panamericanatraum von Feuerland nach Alaska Wirklichkeit werden zu lassen. Aber das lässt sich in unseren Reiseberichten, die wir wieder monatlich schreiben wollen, nachlesen.

Eins ist uns bei unserer Fahrt durch deutsche Lande besonders aufgefallen. Neben den Autobahnen stehen Reihen von Sonnenkollektoren, die auch auf Häuser und Scheunendächer montiert sind. Warum sehen wir so etwas nicht auf unserer Reise, wo die Sonne über 300 Tage im Jahr scheint?

Neun Stunden Zeitunterschied sind auch zurück bei frühlingshaftem Wetter gewöhnungsbedürftig. Unsere Weiterfahrt führt wieder durch Las Vegas, wo wir erst einmal richtig einkaufen aber den Strip auslassen.

Vorbei am Hoover Staudamm gibt es in Kingman beim Kreuzen der Route 66 eine böse Überraschung, als uns ein netter Passant beim Wasserholen darauf hinweist, dass sich gerade der (neue) Hinterreifen verabschiedet. Wir hören das Zischen der ausströmenden Luft aus einem Riss im Reifen: Totalschaden.

Bei warmen Wetter und wolkenlosem Himmel lässt sich der Reifen leicht wechseln. Allein die bekannten lösbaren Probleme den Ersatzreifen auszubauen und die Felge des kaputten Reifens von der Achse zu lösen, kostet Kraft und Zeit.

Jetzt gilt es durch zu atmen. Einen neuen Ersatzreifen gibt es erst in Mexiko, unserem nächsten Ziel, wo uns schon Bekannte an der Pazifikküste erwarten.

Die Millionenstadt Phoenix/ Arizona passieren wir im Vorbeifahren. Die Hochhaussilhouette erinnert uns ein wenig an Frankfurt, nur nicht die breiten Straßen. Auf der mittleren Spur der 6 bzw. 7 spurigen Interstate fahren wir stau los.

Arizona bietet auf unserer Wegstrecke nach Tucson eine vielfältige Wüstenlandschaft, die von hohen Bergen durchschnitten wird.

Für uns stellt sich immer wieder die Frage, von was die vielen großen Malls am Wegesrand mit ihrem riesigen Angebot leben.

Unterwegs begegnen uns bekannte Kulissen, wie Kakteenfelder, Yoshuatrees und wir erleben riesige Staubwolken bei stürmischem Wind.

Die Stadt Oro Valley besteht erst seit 1974. Sierra Vesta lebt erkennbar vom Militär. Die Gebirgsstadt Bisbee liegt neben einem Kupfertagebau. Wir bestaunen ein riesiges tiefes Loch mit Kratersee.

Jetzt wartet in Douglas der Grenzübergang nach Mexiko auf uns.