47.2 Dreiundachtzigster Reisebericht_2012_12

 

Wieder in Acapulco/Pie de la Cuesta

Auf der Fahrt nach Süden schauen wir das Wochenende bei Brigitte und Harald vorbei, die in Punta Perula haushütend überwintern. Der ursprünglich schöne Campingplatz von Punta Perula ist heruntergekommen und eine Baustelle. Wir stehen auf einem bereits erschlossenen zukünftigen Bauplatz für mehrere Häuser. Es ist sehr heiß, die Sonne brennt auf das von Palmen befreite Grundstück. Am Strand ist wenig los und die Krokodile in der Lagune hinter dem Strand unsichtbar.

Die wenig befahrene Mex 200 lässt keine Küstenbucht aus. Kurvig geht es bergauf und bergab. Immer wieder versucht die Natur mit mannshohem Gras die Straße zu verengen. Obwohl wir diese Strecke schon mehrmals gefahren sind, gibt es immer wieder Überraschungen durch neue Baustellen bzw. neue Straßenabschnitte.

Die Militärkontrollen interessieren sich diesmal nicht für uns, auch die Polizei winkt uns durch.

Der Camping in Pie de la Cuesta wartet schon auf den großen Weihnachtsansturm. In den Toiletten wird noch gewerkelt, aber das stört wenig. Noch gehört uns der Campingplatz mit wenigen Bekannten fast alleine.

Unsere Womo-Einkaufsfahrt nach Acapulco entpuppt sich mal wieder als eine Sternstunde mit „netten“ Polizisten. Schon bei der Hinfahrt werden wir gestoppt, können aber ohne weiteres weiter fahren, als der Polizist uns als Deutsche identifiziert.86

Nicht mehr lustig ist es bei der Rückfahrt, als uns eine Polizeisirene und Lautsprecheransage stoppen lässt. Ein Polizist verlangt von uns für die jetzt auf teilweise 4 Spuren erweiterte alternativlose Küstenstraße die Straßenbenutzungserlaubnis, die für unser Fahrzeug erforderlich sei. Das würde bestraft und kostet richtig Geld, ohne dass er eine Summe beziffert. Ein bekannter Zockertrick, der bei uns nicht zieht. Schließlich reklamiert er schon lautstärker an Stelle der laminierten Kopie das Original des deutschen Führerscheins, den Gisela erst aus der Versenkung im hinteren Teil holen muss. Diese Klippe umschiffen wir mit dem internationalen Führerschein, den er nach lediglich Betrachtung des Bildes ins Womo zurückwirft, nachdem er in der Wartezeit immer unverschämter reagiert, als wir seine Legitimation verlangen. Er trägt nämlich kein Namensschild und an dem Uniformhemd ist auch nicht erkennbar zu welcher Polizei er überhaupt gehört. Kritisch wird es als der Polizist seine Schlagstockrute aus der Gürteltasche raus holt, auszieht und mit ihr rumfummelt, als wir blitzschnell den Fotoapparat zücken. Jetzt sieht er ein, dass er an die Falschen geraten ist, die nicht bereit sind „Weihnachtsgeld“ aufzustocken. Seiner abrupten Aufforderung „weiterfahren“ folgen wir lächelnd sofort.

Weihnachten verbringen wir mit Österreichern und Schweizern, die mit ihren MAN`s von Nord nach Süd bzw. Süd nach Nord unterwegs sind. Wir grillen gemeinsam eingekaufte Leckereien und lassen es uns bei angenehmer Wärme und Meerblick draußen sitzend gut gehen.

Jetzt ist auf dem vollen Campingplatz ein ständiges Kommen und Gehen.

An Silvester Jahreswechsel gibt es auf dem Camping wie immer eine große Fiesta.85

Alles, alles Gute für 2013.