48 Zurück nach Deutschland

48.1 Siebenundachtzigster Reisebericht 2013_04

Von Mexiko zurück nach Münster, Womoverschiffung Veracruz -Bremerhaven

Als der Termin für die Ankunft der „Hoegh Maputo“ in Veracruz feststeht und der Ablauf mit dem Zollagenten Victor Lau (spricht deutsch) von der Fa. Beristain abgestimmt ist, gilt es auch für uns in Teotihuacan Nägel mit Kõpfen zu machen.

Den Stress über die USA zu fliegen wollen wir uns sparen. Den Direktflug mit Lufthansa von Mexicocity nach Frankfurt ist bei aller Recherche im Internet für eine Wegstrecke teurer als-Hin-Rück.

Auch das empfehlenswerte Hotel Colonial direkt am Zocalo in Veracruz und den ADO-Bus für die über 400km lange Wegstrecke zurück buchen wir via Internet. Alleine die Bezahlung des Busses, die innerhalb von 3 Std erfolgen muss, nervt. Unsere Karten werden nicht akzeptiert. Die Alternative Bezahlung scheitert anfangs bei der allgegenwärtigen Ladenkette Oxxo. Der Kassenscanner akzeptiert den ausgedruckten Strichcode erst in der farbigen Version.

Wieder einmal nehmen wir Abschied bei der liebenswürdigen und immer hilfreichen Mina in Teotihuacan.

In Veracruz treffen wir pünktlich auf Victor, der gleich wegen seines abgestürzten Laptops lamentiert. Unsere ihm vorab geschickten Papiere sind futsch und es dauert bis alles wieder neu und korrekt erfasst ist.

Wir trösten uns mit Kaffee und WiFi.

Danach fährt er mit uns, wegen unserer Erlaubnis bei der Zoll-und Drogenkontrolle im Hafen dabei zu sein, zu der Zollbehörde und dem Verlader um für den nächsten Tag die Termine festzumachen.

Das Womo wird am nächsten Morgen von einem Fahrer mit Hafenerlaubnis in den Hafen gefahren. Wir kommen später nach, müssen aber unsere Utensilien wie Fotos zurücklassen. Mit erlaubtem Fahrzeug und Fahrer fahren wir in Begleitung eines Mitarbeiters der Zollbehörde zurück zum Hafen, wo wir unser Womo schon von weitem sehen.102

Die Drogen und anschließende Zollkontrolle verlaufen zügig. Innerhalb von einer guten halben Stunde ist alles vorbei. Erst jetzt entfernt der mitgebrachte Zollmitarbeiter die 10 jährige Womovingette.

Zurück geht es nochmals zu den einzelnen Stationen um die Kosten und Gebühren bar zu entrichten.

In 2 Tagen ist alles geschafft.

101Wir genießen die sicherheitshalber eingeplante Veracruz-Woche. Von unserem großen Hotelzimmer sind es nur wenige Schritte auf die große schöne Dachterrasse mit Blick auf Zocalo und Hafen. Jeden Abend gibt es Livemusik zu der auf dem Platz auch getanzt wird. Auffallend ist, dass an der Stelle der sonst immer allgegenwärtigen Polizei diesmal schwerbewaffnete Militärpolizei, fast immer mit Gesichtsmasken, patrouilliert.

Zufällig sehen wir die „Hoegh Maputo“ fahrplanmäßig einlaufen. Als wir abends zum Hafen spazieren ist unser Womo, das wir am Vorabend noch auf dem riesigen Gelände ausmachen konnten, verschwunden.

Die täglichen 30 Grad am Atlantik mit seinem mehr grauen Strand sind nicht mit dem Pazifikstrand zu vergleichen, aber es hat uns in Veracruz auch ohne unser verschifftes Womo sehr gut gefallen, nachdem wir uns an das Leben im Hotel ohne Frühstück gewöhnt haben.

Die Fahrt mit unserem 1, Klassebus bringt uns in 6 Stunden zum Busbahnhof Mexico Tapo. Bei unserer Ankunft weint Mexiko. Dicke Regentropfen empfangen uns. Die Schlechtwetterfront kann uns aber nicht davon abhalten nach dem Einchecken und der mühsamen Suche nach einer Aufbewahrungsmöglichkeit für das Handgepäck nochmals mit der vollbesetzten Metro ins Centrum zu fahren.

Die pünktliche Lufthansa bringt uns in 11 Stunden nach Frankfurt, wo wir zügig und ohne Zollkontrolle auf unsere zeitgleich vorfahrende jüngste Tochter treffen.

Sie und ihr Mann bringen uns am Wochenende nach Münster, wo wir mit frischem Spargel den Abend genießen.

Jetzt verfolgen wir im Internet die „Hoegh Maputo“, die Mitte Mai unser Womo anlandet.