Karibik – mit der AIDAluna um die Insel Hispaniola.

Weihnachten auf der AIDAluna

 

Unsere New Yorker gabeln uns auf dem Weg von Santo Dominco zum Kreuzfahrtterminal in La Romana mittags am Hotel auf.

Nach kurzem Hallo verschwindet unser Gepäck zwischen Kinderwagen und wir neben Kindersitzen.
Am Kreuzfahrtterminal heißt es erst einmal aus der Dom. Rep. auszureisen, was für uns überraschend 20,-$ pP Ausreisegebühr kostet. Ein kleiner Riß im 20,-$ Schein sorgt für eine gewisse Aufregung. Die Forderung nach Alternativen bringt uns genauso wenig aus der Ruhe, wie hektische Telefonate und ein sich langsam bildende unruhige Schlange.

Schon beim obligatorischen Foto vor dem Schiffseinchecken ist die Familie vollständig, die Münchner sind eingeflogen. Ab jetzt ist für uns ein runder Außentisch auf Deck 10 zum gemeinsamen Frühstücken und Abendessen quasi reserviert.

Die Kinderstühle für unsere Enkelinnen stehen immer parat und die beiden Kleinen bewegen sich wie alte Hasen durch die hervorragenden, abwechslungsreichen Buffets der verschiedenen Restaurants. Für uns heißt es wieder aufpassen, daß wir nicht platzen.

Vor dem abendlichen Auslaufen übernimmt das Schiff in La Romana aus unzähligen Hamburg Süd Containern tonnenweise Nachschub und uns erwartet noch die obligatorische Rettungsübung, die ein erstes Kennenlernen des Schiffes mit sich bringt und so locker abläuft, daß uns vor dem Ernstfall graut.
Es wechseln See- und Landtage ab. Jamaika lockt in Ocho Rios mit dem besonderen jamaikanischen Lebensgefühl, das sich uns aber bei unserem Rundgang durch den Ort in den den typischen Läden für Touris nicht erschließt.

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Die größte Insel Mexikos Cozumel, 19

km vor Playa del Carmen, führt uns auf bekannte Spuren. Die einzige Stadt San Michuel Cozumel ist ganz auf die Touristeninvasion- mit uns kommen 7 Kreuzfahrtschiffe- eingestellt. Wir wollen den unsrigen die Mayastatte Tulum

zeigen, die wir schon kennen. Vor dem Touristenansturm starten wir noch in der Dunkelheit durch die schlafenden Ladenstraßen und den dunkeln Zoll und erwischen gerade noch die abfahrtbereite Fähre, die uns schaukelnd, was dem einen oder anderen Passagier nicht gut bekommt, zum Festland übersetzt.

 

Das Collectivo von Playa nach Tulum

vermittelt den unserigen ein gewisses Mexikofeeling. An der Haltestelle reihen sich die wartenden Kleinbusse. Es geht los wenn der Bus voll ist. Am Straßenrand winken potentielle Fahrgäste und wer aussteigen will ruft. Der Fahrpreis wird zwischendurch zum Fahrer gereicht. Den Begriff voll besetzt gibt es nicht. Es paßt immer noch jemand rein.
Tulum, Mayaruinen direkt am Meer laden natürlich auch zum Strandverweilen ein

. Es ist immer wieder beeindruckend, wie vielfältig sich heute noch die gepflegten unterschiedlichen Mayastätten zeigen und welch Publikumsmagnet sie gerade für die Kreuzfahrtschiffpassagiere sind. Obwohl wir früh kommen sind wir nie allein.

Zurück in Playa del Carmen wollen wir unbedingt auch einmal „unseren Supermarkt“ „Chedraui“, der nahe unserer Buslinie liegt, zeigen. Als ich dem Fahrer „Chedraui“ zurufe werden wir direkt vor dem Supermarkt abgesetzt, obwohl er nicht unmittelbar an seiner Route liegt. Natürlich genießen wir den Gang durch das vielfältige große Warenangebot. Insbesondere die frischen Backwaren zur Selbstbedienung aus der blickoffenen Bäckerei und die Berge von Obst und Gemüse sind Blickfang, die 3 l Grapefruitlimo fließen so durch unsere trockenen Kehlen.
Die Wasserstraße nach Belize City führt durch große Korallenriffe von denen wir aber wenig mitbekommen. Dafür erleben wir den Schiffsalltag. Vollbelegte Reihen von Sonnenanbetern dicht an dicht, Theater und Showangebote, langweilig kann es nicht werden.
Belize City kennen wir noch. Abgesehen von dem neuen großen Kreuzfahrtterminal, das die urigen quirligen Marktstände abgelöst hat, kommt uns bei unserem Spaziergang durch das Zentrum wo der Zahn der Zeit unübersehbar nagt noch vieles bekannt vor. Auch die Dominospieler unter schattenspendenden Planen sind mit ihrem übersichtlichen Souvenirangebot voll auf Kreuzfahrer eingestellt.
Die größte der 3 Caimaninseln, Grand Caiman, lockt in Georgetown mit einem außerhalb liegenden herrlichen feinsandigen Strand. Am karibikblauen Meer finden unsere Münchner mit ihren mitgebrachten aufblasbaren Surfbrettern ideale Bedingungen zum SUP en(standup Paddeling)

Auch das Interesse von Mitreisenden, die ihren letzten Tag vor dem Ausschiffen mit uns verbringen, ist groß. Sie sind scharf auch einmal hier in der Karibik im warmen Meer zu SUPen.
An heiligen Abend wechselt in Montego Bay, Jamaika, die Hälfte der Passagiere. Davon kommen wir wenig mit. Das Kreuzfahrtterminal an einer langgezogenen Landzunge liegt irgendwo fast am Ende und beim Spaziergang sehen wir schnell die „Attraktion“ ein Hardrock Kaffee an einem offenen Zuweg, das sich sicher über gute Shirt -Umsätze freut. Unsere SUPer nutzen die Gelegenheit zu einer Rundfahrt die wir gut von der Schiffsreling beobachten.

Wir suchen mittags auf dem weihnachtlich geschmückten Schiff eine ruhige

Tannenbaumecke zum Bescheren, was uns auch später im feierlichen Rahmen ungestört gelingt. Es ist immer ein Erlebnis, wenn sich Kinder mit strahlenden Augen durch den Geschenkeberg wühlen und andächtig der Weihnachtsgeschichte lauschen.
Höhepunkt des heiligen Abends ist das anschließende festliche Weihnachtsessen an eingedeckten Tischen. Es gibt im weihnachtlich geschmückten Restaurant alles was das Herz begehrt, am 1. Weihnachtsfeiertag sogar Gänsebraten mit Rotkraut und Klößen. Eben klassische deutsche Küche, was unseren New Yorkern besonders gefällt. Natürlich auch deutsches Brot und Wurst. Von Karibischem registrieren wir nichts. Allein asiatische Gerichte erinnern an die vorherige Schiffsroute.
In Puerto Plata erwartet uns ein eigenes Kreuzfahrtcenter in Amber Cove, 10 km von der Stadt entfernt. Auch hier ist SUP angesagt, was wir gut von der Reeling beobachten können, fehlt es doch an einem einladendem Strand.

Ganz anders in Cockburn Town auf Grand Turk, wo am Anleger neben den typischen Einkaufstempeln Strand und Schwimmbad einladen. Unsere Karibikrunde, auf der unsere Münchner beim Fahrradtreten im Gymnastikraum am Schiffsbug sogar einen Wal sichten, nähert sich mit der Halbinsel Samana im äußersten Nordosten wieder der Dom. Rep. Das angesagte Karibische Bilderbuchidyll leidet ein wenig unter tropischem Regengüssen
.
Auf der 9 qkm großen Isla Catalina vor den Toren von La Romana wartet noch einmal karibisches Strandleben und ein leckeres SchiffsBBC auf uns. Die als unbewohnt beschriebene Insel ist auf den Ansturm vom vor ihr liegenden Kreuzfahrtschiff, von dem mit Schiffstendern verkehrt wird, bestens eingerichtet. Feiner weißer Sand, Palmen und türkisblaues Wasser bieten vollkommenes karibisches Strandvergnügen mit langen Reihen von Liegen und Sonnenschirmen die aufmerksame flinke Helfer bei Bedarf in den Sand rammen. Für unsere SUP er neben uns und den Kindern noch einmal eine gute Gelegenheit die Bretter aufzublasen, zu schnorcheln und die Möglichkeit für Eigenerfahrung einzuräumen.
In La Romana heißt es frühmorgens wieder gebührenpflichtig in die Dom. Rep einzureisen was beim Transit vom Schiff am selben Tag zum Flughafen entfällt. Unsere Wege trennen sich nach dem opulenten Frühstück. Die erlebnisreichen, schönen, gemeinsamen Bordtage auf der Kreuzfahrt mit der AIDAluna bleiben in unserer besten Erinnerung.